Vitamin B12 Mangel erkennen

 

Ein Mangel an dem lebensnotwendigen Vitamin B12 (Cobalamin) ist häufiger der Fall als man annehmen würde. Leider bleibt er oft unerkannt.  Betroffen sind vor allem ältere Menschen und Menschen mit chronischen Darmerkrankungen. Vorsichtigen Schätzungen zufolge sind es bei den Senioren mindestens 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung im Alter von über 60 Jahren.

Zur Erschwerung einer Diagnose und der Feststellung des Vitamin-Mangels kommen völlig unspezifische Symptome wie neurologische Störungen, Blutbildveränderungen, Müdigkeit oder unter anderem Konzentrationsschwäche dazu. Um dem vorzubeugen, wird deshalb – besonders dem genannten Personen- und Risikokreis – empfohlen, einmal im Jahr den Vitamin B12-Spiegel bestimmen zu lassen.  

Denn kein anderes Vitamin hat so großen Einfluss auf das emotionale, mentale und vor allem körperliche Wohlbefinden des Menschen. Vitamin B12 ist zuständig für den Stoffwechsel, der Bildung von roten Blutkörperchen und sorgt für die Funktionen des Nervensystems. Hinweise auf einen B12-Mangel sind.

•              wunde Stellen in der Mundschleimhaut

•              Hautausschlag

•              kreisrunder Haarausfall

•              Depressionen

•              Schlafstörungen

•              Eingeschlafene Hände und Füße

•              Schmerzhafte Hüftgelenksarthrose

•              Gleichgewichtsstörungen

•              Muskelschwäche

•              Impotenz

•              Geruchs- und Geschmacksverlust

•              Schleimbeutelentzündung der Gelenke

Wurde ein Vitamin B12-Mangel nachgewiesen, muss man zunächst wissen, welches die Ursache für den Mangel ist, damit man die richtige Entscheidung für eine Therapie trifft: Ursachen können eine mangelnde Zufuhr in der Ernährung sein, ein erhöhter Vitamin B12-Verbrauch, der nicht durch die Nahrung abgedeckt wird (Stress) oder eine Störung der Aufnahme sein – es wird genügend B 12 zugeführt, aber der Körper nimmt es nicht auf. Das könnte bei leichten Entzündungen des Darms oder des Magens der Fall sein.

Mangel beheben mit hoher Dosis B12

Eine Therapie bei ernährungsbedingtem Mangel könnte so aussehen: Anfangs kurze hohe Dosierung von 1.000 Mikrogramm als Nahrungsergänzungsmittel – und zwar pro Tag für zwei bis drei Monate, danach eine Einnahme von täglich 10-300 Mikrogramm. Diese Dosierungen liegen zwar alle wesentlich höher den empfohlenen 3 Mikrogramm, aber es wird nur ein ganz kleiner Teil des aufgenommenen Cobalamin vom Körper resorbiert und der Überschuss wird mit dem Urin ausgeschieden.

Wurde ein akuter B12-Mangel durch Störungen bei der Aufnahme festgestellt, so werden erst einmal sehr hohe Dosen Cobamalin über Spritzen, Tabletten oder Tropfen verabreicht, um die Versorgung abzusichern, bis man eine Ursache gefunden hat. Die Einnahme von Tropfen ist effektiv, weil die Mundschleimhaut das B 12 hervorragend und schnell aufnimmt.

Wer das wichtige Vitamin B12 aus den Lebensmitteln aufnehmen will, muss über eine gesunde und normale Funktion des Magens, des Dünndarms und der Bauchspeicheldrüse verfügen. Magensäure und Enzyme lösen nämlich das Vitamin aus der Nahrung und bindet es an sogenannte R-Proteine zur Weiterverarbeitung an den Dünndarm. Liegen Erkrankungen im vorgenannten Bereich vor, dann kann man das notwendige Vitamin B12 auch über Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tablette, Spritzen oder Tropfen aufnehmen, die nicht wie in der Nahrung an Proteine gebunden werden.

 

 

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